Ganztagsrunde 2

Laboratoř

Moravská Třebová - die Renaissanceperle der Tschechischen Republik

Besichtigungsrundgänge auf dem Schloss

Schätze von Moravská Třebová (45 - 50 Minuten)

Diese Runde ist der Geschichte des Schlosses und dem Lebensstil von der Renaissance bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gewidmet. Die Besichtigung beginnt mit dem Zeitraum des Humanismus und der Renaissance, die die markanteste Spur am Schloss hinterließ. Zu den wichtigsten Exponaten zählt eine Tapisserie aus dem frühen 16. Jahrhundert, die Ladislaus von Boskowitz im heutigen Belgien anfertigen ließ; zuvor ließ er aber die alte Burg im Stil der Frührenaissance umbauen.
Eine weitere wichtige Persönlichkeit, die großen Einfluss auf die bauliche Entwicklung des Schlosses hatte, war Ladislaus Wellen von Scherotin, auf dessen Hof viele Künstler, Wissenschaftler und Alchemisten zu Gast waren. Ladislaus war einer der reichsten Adligen des Landes und hatte eine Zeit lang die Funktion des Landeshauptmanns von Mähren inne. Im frühen 17. Jahrhundert ließ er das Schloss um drei weitere Flügel mit einem opulenten Arkadensystem im manieristischen Stil erweitern.
Nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) musste er das Land verlassen und das Schloss ging an die Herren von Liechtenstein über, die ihre Beamten mit der ganzen Herrschaftsverwaltung  hierher verlegten. Die Besichtigung endet im Rittersaal aus dem späten 15. Jahrhundert, der mit einem spätgotischen Gewölbe mit dem Allianzwappen der Herren von Boskowitz gewölbt ist.

Eintrittspreise: 70 / 40 CZK / 200 CZK
www.zamekmoravskatrebova.cz

Mittelalterliche Folterkammer (40–45 min.)

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Das sog. peinliche Recht ist das Thema der Ausstellung mit der Bezeichnung Mittelalterliche Folterkammer, die im Jahre 2007 in den Kellerräumen des Mährisch-Trübauer Schlosses installiert wurde. Die Exposition macht Sie mit unmenschlichen Folterpraktiken vertraut. Gerade hier können Sie die gruselige Atmosphäre der Folterkammer und des Henkerhauses verspüren und verschiedene Folterinstrumente und Zwangsmittel wie den spanischen Schuh, den Pranger, die Daumenschraube, den Hexenhocker oder die Folterbank hautnah erleben.
Moravská Třebová erhielt die Erlaubnis zur Ausübung des peinlichen Rechts um 1406, das Henkerhaus sowie die Folterkammer befanden sich früher jenseits der Stadtmauern. Die derzeitige Ausstellung in den Kellerräumen des früheren Schlosses Boskowitz ist eine Erinnerung an diese tragische Zeit.
Kommen Sie und erleben Sie das Mittelalter hautnah!


Eintrittspreise: 70 / 40 CZK / 200 CZK

Zur mittelalterlichen Folterkammer kann kein behindertengerechter Zugang gewährt werden.


Alchemistenküche des Meisters Bonacino (35 – 40 Min.)

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Die neue interaktive und Multimedia-Ausstellung führt Sie ins Labor des Meisters Bonacino, des Astrologen, Alchemisten und Hofarztes von Ladislaus Wellen von Scherotin. Durch das Labor führen Sie die geheimnisvollen Alchemisten-Helfer, und wenn Sie Glück haben, erhalten Sie das Elixier der ewigen Jugend. Sie werden sich mit den Instrumenten der praktischen Alchemie - Retorten, Alembiken, Athanoren, Dosen, Schmelzöfen und dergleichen - vertraut machen. Sie werden den Wächter der Alchemistenküche - Golem - mit Ihren eigenen Augen erblicken, magische alchemistische Experimente erleben, einen Blick in Scherotins Geburtshoroskop werfen und die umfangreiche alchemistische Symbolik kennen lernen. Sie werden die Mysterien des ewigen Kreislaufs von Leben und Tod enthüllen!


Eintrittspreise: 60 / 40 CZK / 180 CZK
www.zamekmoravskatrebova.cz



Wie die Menschen auf dem Lande lebten (15 Min., individuelle Besichtigung, ohne Führung möglich)

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Diese Exposition zeigt die Lebensweise unserer Vorfahren. Sie bringt uns ihr alltägliches Leben näher, das unserer jetzigen Lebensart so weit entfernt bleibt. In der Region von Moravská Třebová wurde ziemlich viel der Flachs angebaut und das Leinentuch gewoben. Die Besucher können selbst ausprobieren, wie einfach es ist, den Webstuhl zu bedienen. Neben dem Webstuhl können Sie auch weitere Geräte für die Flachsverarbeitung, die Einrichtung einer Bauernstube oder eine altertümliche Mangel sehen.



Eintritt: voll: 20,– CZK
ermäßigt: 10,– CZK (Kinder, Studenten, Rentner, ZTP)
Familieneintritt: max. 2 Erwachsene und 3 Kinder bis zum 6. Lebensjahr gratis

Behindertengerechter Zugang zu den Expositionen ist nur nach vorheriger Vereinbarung möglich. Möglichkeit der Erfrischung im Schloss-Café. Eine Kostprobe geheimnisvoller Elixiere der Liebe und Gesundheit. Freiezeit für private Aktivitäten: (Souvenir-Einkauf usw.) Wir empfehlen: eine süße Brotzeit im Café Pod věží oder das Mittagessen in einem der Restaurants in der Fußgängerzone.

Besuch des historischen Stadtzentrums

Besichtigung der Maßhäuser aus der Zeit der Spätgotik und der Renaissance, des Rathauses und der Pestsäule
Besuch des Touristeninformationszentrums, in dem sich eine originale Deckenmalerei aus dem Jahre 1542 (Hl.  Florian, Schutzpatron der Feuerwehrleute) befindet.

Bürgerhäuser

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Im zentralen Bereich der Stadt ist ein einzigartiger Komplex von Bürgerhäusern aus der Zeit der Gotik und der Renaissance erhalten geblieben, die aus Stein und nach großen Stadtbränden im 16. Jahrhundert dann auch aus Ziegeln erbaut sind. Vor allem in den Eingangshallen (sog. Maßhäusern) lässt sich die Schönheit der Grat- oder Rautengewölben, Rippen, Schlusssteine und Konsolen bewundern. Einige Häuser, an deren Errichtung damals auch der Inhaber der Herrschaft beteiligt war, sind mit Portalen versehen, an welchen sich die Wappen der Herren von Boskowitz und Leipa befinden.


Das Rathaus

, Bild öffnet in neuem FensterSpätgotischer Bau aus der Zeit um 1520, um 1560 im Renaissancestil umgebaut. Das zweite Stockwerk stammt aus dem Jahre 1824. Im Gebäude sind Räume mit Kreuz- und Netzgewölben, Schlusssteinen, polychromierten Rippen, Renaissance-Konsolen, steinernen Portalen und im hinteren Trakt eine Arkade mit Sgrafitto-Putz erhalten geblieben. Im Arbeitszimmer des Bürgermeisters, dem früheren Ratsherrensaal, ist die ursprüngliche Freskomalerei Salomonisches Gericht aus der Zeit um 1560 erhalten geblieben. Eine Kuriosität ist der Rathausturm aus dem Jahre 1521, fertiggestellt im Jahre 1764, der keine Fundamente hat.


Die Pestsäule

Inmitten des Marktplatzes befindet sich die Pestsäule, erbaut in den Jahren 1718 – 1720 zum Gedenken der Opfer der Pestepidemie von 1715, welcher ein ganzes Drittel der Stadteinwohner, rund 900 Personen, unterlag. Der Autor des Werkes und dessen plastischer Verzierung ist der Olmützer Bildhauer Jan Sturmer.
Ab 14.00 Uhr.

Die Besichtigung führt weiter auf den Kreuzberg

Unterhalb des Schlosses an den Hochwasserplatten vorbei, über die Totentreppe zum Friedhof, an der gotischen Kreuzerhöhungskirche aus dem Jahre 1500 vorbei bis zum Grab von Anna Gromesová (Sage Annenruhe – Geschichte von Romeo und Julia aus Moravská Třebová), anschließend zur Statuengruppe Kalvarie von J. Pacák auf dem Gipfel des Kreuzberges (herrlicher Ausblick in die umliegenden bewaldeten Täler und auf Moravská Třebová selbst.).

Steinbrücke mit Hochwasserplatten

Die Brücke in der Straße Jevíčská bildete Kaskaden von mehreren Teichen, die südlich des Schlosses beginnen und sich bis zum anderen Ende der Stadt in Richtung Nové Sady erstrecken.  Am Anfang der Brücke befindet sich die Statuengruppe Abschied von Jungfrau Maria, die vom Trübauer Bildhauer J. Pacák aus dem Jahre 1722 stammen soll. Die Statuengruppe soll ein Bestandteil des von der Pfarrkirche bis auf den Kreuzberg führenden Kreuzwegs gewesen sein. Ein Teil der Brücke sind steinerne Platten mit der Beschreibung von zwei großen Hochwasser-Ereignissen von 1663 und 1770, die die Teichdämme durchbrachen und zu Überschwemmungen führten. Die Platten mit Inschriften ließen die Liechtensteiner anfertigen.

Die Totentreppen

Es handelt sich um eine überdachte Treppe mit dem Portal, an dem sich die Wappen der Herren von Boskowitz befinden, neben diesen gibt es dort auch die Inschrift  Glückselig sind die Toten, die im Herrn entschlafen.  Die Treppe wurde unter der Herrschaft von Johannes von Boskowitz errichtet und führt auf den Kreuzberg.

Die Kreuzerhöhungs- kirche

In dem aus einer im Empire-Stil erbauten Leichenhalle errichteten Lapidarium gibt es zahlreiche bemerkenswerte Renaissance-Grabsteinen von der Wende des 16. und 17. Jahrhunderts.  Es handelt sich vor allem um Grabsteine der Protestanten, die in der Zeit der Rekatholisierung nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) beseitigt und zur Pflasterung der Kirche verwendet wurden. Auf dem Friedhof befinden sich auch viele Gräber russischer Emigranten vor allem aus den Reihen des Adels, die in den Jahren 1922–35 im russischen Gymnasium in der Stadt tätig waren.

Besichtigungsschluss gegen 17,00 Uhr

Der Preis für den geführten Stadtrundgang umfasst keine Eintrittspreise.

Zámek

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Laboratoř

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Mučírna

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Radnice

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Měšťanský styl

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Venkovský styl

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Kláštěr Františkánů

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Muzeum

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Aquapark

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Hergestellt 15.9.2008 13:27:33 - aktualisiert 15.9.2008 13:30:44 | gelesen 1808x | ernest